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Baden-Württemberger pfeifen auf rote Ampeln27. August 2009 |
Stopp-Schilder und rote Ampeln werden in Deutschland von vielen Verkehrsteilnehmern ignoriert, knapp 50 Prozent missachten regelmäßig Vorfahrtsregeln. Die meisten Verkehrsverstöße wurden in Baden-Württemberg beobachtet. Das geht aus der Studie des Auto Club Europa hervor. Demnach hielten 50,2 Prozent der Fahrzeuge in Baden-Württemberg nicht an einem Stoppschild. Die Untersuchung basiert auf der Beobachtung von 320.000 Fahrzeugen in der ganzen Bundesrepublik. Von März bis Mai 2009 beobachteten ehrenamtliche Helfer in 210 Städten die Straßen und führten mehr als 882 Einzelinspektionen durch. Vor allem Radfahrer fielen dabei negativ auf. Aber auch beim Regelverhalten der Kraftfahrer stellte der ACE “massive Defizite” fest. Das Stoppschild sei mancherorts zur “bedeutungslosen Straßendekoration verkommen”, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Im Bundesdurchschnitt belief sich der Anteil dieser Verstöße auf 2,61 Prozent. Führend bei diesem Verkehrsvergehen sind Fahrradfahrer mit einem Anteil von 14,85 Prozent, gefolgt von Transporterfahrern (3,2 Prozent) und Motorradfahrern (3,0 Prozent). Auch die gelbe Ampel werde viel zu oft von Verkehrsteilnehmern als “Signal zum Gasgeben” missverstanden, hieß es. Laut Studie fahren 5,63 Prozent der Autofahrer noch bei Gelblicht über die Kreuzung. Auch bei der Missachtung von Stopp-Schildern liegen die Fahrradfahrer ganz vorn. Gut 62 Prozent der beobachteten Radler hielten an der Haltelinie nicht an. Kraftfahrer scheren sich aber ebenfalls wenig um die Stopp-Schilder. In zahlreichen Städten quere jeder zweite Autofahrer die Linie, ohne anzuhalten, hieß es. Die durchschnittliche Quote der Regelverstöße an Stoppschildern in Deutschland beläuft sich laut Studie auf 46,5 Prozent. Thüringen errang mit 67 Prozent einen Negativrekord. |

















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